Jahresrückblick: Sport-Höhepunkte 2014

Wenn es um die Sporthighlights 2014 geht, kommt man – Fußball-Fan oder nicht – um die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nicht herum. Die Krönung des DFB-Teams um Jogi Löw durch den mehr als verdienten WM-Titel machte den deutschen Sommer zu einem unvergesslichen für alle Sportfans!

Zur Bildergalerie der Fußball-WM in Brasilien mit den schönsten Fotos des Finalspiels Deutschland – Argentinien >>>

Das Sportjahr 2014 steckte aber auch voller Höhepunkte und faszinierender, emotionaler Momente abseits des Fußballs:

An erster Stelle sind hier die Olympischen Winterspiele (7. bis 23. Februar) und Winter-Paralympics in Sotschi (7. bis 16. März) zu nennen. Insgesamt waren 166 deutsche Athletinnen und Athleten in Sotschi vertreten und sammelten 34 olympische Medaillen (19 bei den Olympische Winterspiele und 15 bei den Winter-Paralympics), davon 17 Goldmedaillen, 11 Silbermedaillen und 6 Bronzemedaillen. Im Medaillenspiegel waren die deutschen Mannschaften damit Sechstplatzierte (Olympische Winterspiele) bzw. Zweitplatzierte (Winter-Paralympics).

Impressionen & Eindrücke aus Sotschi

Einen ausführlichen Rückblick zu Sotschi 2014 bieten Euch die Deutsche Olympiamannschaft und die Deutsche Paralympische Mannschaft

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Aber auch auf deutschem Boden fanden zahlreiche Sporthighlights statt. Eine Auswahl der wichtigsten Veranstaltungen folgt hier:

  • ISTAF Indoor Berlin (1. März 2014)
  • Kanu-EM Brandenburg (11. bis 13. Juli 2014)
  • Schwimm-EM Berlin (13. bis 24. August 2014)
  • Boulder-WM München (21. bis 23. August 2014)
  • ISTAF Berlin (31. August 2014)
  • ENBW DTB-Pokal Stuttgart (28. bis 30. November 2014)

Last but not least, die Sportabzeichen-Tour: 10 Tour-Termine in 10 deutschen Städte, von Schleswig-Holstein bis Bayern, von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen, um Menschen für das Deutsche Sportabzeichen auch außerhalb klassischer Sportstätten zu begeistern.

sportabzeichentour2014

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Constanze Stolz (DYC) segelt für Deutschland

Der Count-down läuft für Constanze Stolz, 19-jährige Leistungsseglerin des Düsseldorfer Yacht Club (DYC) und Mitglied der Segelnationalmannschaft in der für Frauen olympischen Bootsklasse Laser Radial: Ab dem 12. September starten die Regatten zur Weltmeisterschaft aller olympischen Bootsklassen des internationalen Segelverbandes (ISAF) im spanischen Santander. Rund 1400 Seglerinnen und Segler kämpfen in ihren Bootsklassen nicht nur um die ISAF-WM-Titel, sondern auch um die Nationenstartplätze für ihr Land bei der Olympiade 2016 im brasilianischen Rio de Janeiro. Stolz, die nach ihrem Abitur in Düsseldorf im vergangenen Jahr ein Psychologie-Studium an den Fern-Universität Hagen aufgenommen hat zum besseren Vereinbaren von Leistungssport und Studium, hatte die Qualifikation für diese herausragende, nur alle vier Jahre stattfindende Segel-WM im Frühjahr bei den Welt-Cups auf dem Mittelmeer vor Mallorca und dem französischen Hyeres erreicht. Das Mitglied im Stockheim Team Rio der Landeshauptstadt Düsseldorf und Botschafterin der boot Düsseldorf wird im 120 Teilnehmerinnen aus 58 Nationen starken Feld der olympischen Frauen-Einhand-Klasse Laser Radial ihr Bestes geben, um das Ziel „Startplatz für Deutschland“ zu erreichen.

Constanze Stolz © LSB NRWFoto Andrea Bowinkelmann

Beim Kräftemessen auf den Gewässern der Biskaya vor Santander ist die gesamte Weltspitze am Start. In zehn Regatten und dem finalen Medalrace der zehn Besten wird in dieser Klasse bis zum 18. September die Entscheidung ausgesegelt. „Ich weiss, wie anspruchsvoll das Gewässer hier mit Strömung und Welle ist, und habe mit der Nationalmannschaft und Bundestrainer Jürgen Brandstötter einige Einheiten im Vorfeld in Santander trainieren können. Ich bin super motiviert und voll konzentriert. Auch weil es gepasst hat, dass ich meine Uni-Klausuren des zweiten Semesters vorher geschrieben habe“, so die Studentin, die den Spagat zwischen Sport und Ausbildung auch mit Unterstützung der Sportstiftung NRW meistert. „Ich hoffe auf guten Wind und faire Bedingungen, um einen guten Beitrag zum deutschen Ergebnis beisteuern zu können“.

Mit Constanze in der Nationalmannschaft sind außerdem Svenja Weger (PYC), Chiara Steinmüller (SCA) und Pauline Liebig (DSMC).

Mehr Infos zu Constanze gibt es auf Ihrer Internetseite.

Jan Sadler – mit dem Autoscooter auf dem Weg nach Rio

Jan Sadler verkörpert sozusagen das LOTTO Sportinternat beim Landessportbund Niedersachsen. Seit der Internats-Neubau mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 im Sportpark Hannover eröffnet wurde, wohnt der 20 Jahre alte Wedemarker dort. Im Vergleich zu den meisten anderen Sportlerinnen und Sportlern, die hier leben und trainieren (63 in Vollzeit, 48 in Teilzeit), gelten für Jan aber andere Voraussetzungen. Er kam mit offenem Rücken (Spina bifida) zur Welt, einer sogenannten Neuralrohrfehlbildung. Seit seinem fünften Lebensjahr sitzt er im Rollstuhl. Mehr oder weniger. „Was geht, mache ich zu Fuß“, sagt der Schüler der Kooperativen Gesamtschule Hemmingen – nur seinen Lieblingssport Basketball spielt er aus dem Rollstuhl heraus. Definitiv. „Das ist wie Autoscooter-Fahren mit Ball.“

Und das Spiel betreibt der ehemalige Jugend-Schwimmer erfolgreich wie kaum ein zweiter in seinem Alter in Deutschland: U23-Weltmeister im vergangenen Jahr, U22-Europameister 2012. Nominiert als Sportler des Jahres in Hannover und zur Wahl zum Behindertensportler des Jahres in Norddeutschland. Mit der Nationalmannschaft wurde er sogar schon als Team des Jahres im Behindertensport ausgezeichnet. Anfang des Jahres wurde er in den erweiterten Kader für die Weltmeisterschaft berufen, doch Sadler entschied sich erst einmal gegen den Kampf um einen Platz im Nationalteam und für die weitere Teilnahme am Kadertraining der Junioren.

Auch wenn die „Nachwuchsförderung im Leistungssport“ nicht jeden immer vor dem Abstieg retten kann – denn mit seinem Verein Hannover United wird er die Bundesliga wohl nicht halten können – sagt Jan Sadler aus tiefster Überzeugung: „Dass wir mit mehreren Spielern am Stützpunkt trainieren können, hat uns alle weiter entwickelt. Wir sind viel besser geworden.“ Und das, obwohl die Rollstuhl-Basketballer in und um Hannover nahezu täglich die Hallen wechseln müssen. Trotzdem seien die internationalen Erfolge mit der bundesweiten Bildung von Stützpunkten zu erklären. Wenn Sadler von seinem großen Ziel spricht, dann verwundert das kaum: „Ich halte Rio 2016 für machbar.“ 2012 waren er und weitere Sportler aus Niedersachsen mit dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen bereits in London vor Ort. Als einfache, aber sehr begeisterte Zuschauer. „Das will ich selbst einmal erleben!“ Warum also nicht gleich bei der nächsten Gelegenheit in Brasilien in gut zwei Jahren? Die „Perspektive Gold“ wird ihn jedenfalls auf dem Weg dorthin begleiten.

Mehr Infos unter www.hannover-united.de.

DOSB-Beitrag über Jan Sadler (02.04.2014)

Erstmals Sammel-Album zu den Winterspielen!

Die Deutsche Olympiamannschaft wird zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) erstmals mit einem eigenen Panini-Sammelalbum an den Start gehen. Das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem IOC-Partner Procter & Gamble aufgelegte Album ist ab sofort exklusiv in allen Kaufland-Filialen erhältlich. Das 32 Seiten umfassende Heft richtet sich vor allem an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren.

Altersgerecht aufbereitet, können junge Olympia-Fans Wissenswertes über die Olympische Idee, den Austragungsort der Spiele und die Deutsche Olympiamannschaft erfahren. Anhand prominenter Athletinnen und Athleten werden die olympischen Sportarten vorgestellt.

Zum Album gehören insgesamt 42 Sammelsticker. Diese zeigen von Rosi Mittermaier bis Bene Mayr aktuelle und ehemalige Stars der Deutschen Olympiamannschaft, die olympischen Symbole sowie die Medaillen und Maskottchen von Sotschi 2014. Im Aktionszeitraum (20. Januar bis 1. März 2014) erhalten die Kaufland-Kunden beim Einkauf im Drogeriebereich pro fünf Euro Warenwert fünf Sammelsticker gratis an den Kassen. Mit dem Kauf der auf den Artikelplakaten im Markt ausgewiesenen P&G-Produkte lässt sich die Anzahl der zu erhaltenden Sticker zusätzlich erhöhen.

Procter & Gamble fördert mit dem Sammelalbum zudem den sportlichen Nachwuchs. Pro verkauftes Album fließen 25 Cent in die Nachwuchsförderung des DOSB.

Robert, der Leichtathletik-Verrückte

Robert Polkowski aus Köln ist kein gewöhnlicher Typ. Man merkt das ziemlich schnell. Zumindest sind Mathestudenten nicht dafür bekannt, dass sie in Sportklamotten und mit federndem Schritt durch die Universität schweben. Auch nicht 100m-Sprinter. Und wenn der 19 Jahre alte Student an der Sporthochschule Köln das Leichtathletik-Zentrum betritt, dann freuen sich die Vereins- und Trainingskollegen des Leichtathletik-Teams DSHS Köln. Spätestens mit Robert betritt auch ein Schuss positive Verrücktheit und gute Laune die Halle oder den Platz. Immer. Selbst an schlechten Tagen. Fleißig, uneitel. Einer, der sich für den Sport und seine Ziele quälen kann. Weil er es will.

„Robert ist ein Leichtathletik-Verrückter“, beschreibt Trainer Tobias Alt seinen Athleten. „Er denkt jeden Tag und jede Sekunde darüber nach, wie er noch besser werden kann.“  In diesem Jahr haben sie für sich die ersten Antworten gefunden. So scheint es. Bronze bei den U20-Europameisterschaften über 100m. Das zweitbeste deutsche Resultat der vergangen zehn Jahre. Silber mit der 4x100m-Staffel. Deutscher Junioren-Meister U23 über 100m und Hallenmeister in der Jugend über 60m. Bestleistung  über 100m 10,40s. Nominiert bei der Wahl zum Jugend-Leichtathleten des Jahres.  Nicht schlecht für einen, der bis Jahresbeginn noch nicht einmal einen Einzelkreismeistertitel vorweisen konnte.  Damit kokettiert er manchmal. Wohl zweite und dritte Plätze, auch auf nationaler Ebene.

Der Stern des kölschen Jungen aus dem Stadtteil Nippes ging jedenfalls eher bedächtig auf. Im Prinzip erst seit 2012. Eine schöne Geschichte erzählt ein Trainer gerne, der Robert und seinen Sohn in jungen Jahren zu den ersten gemeinsamen Wettkämpfen fuhr. Robert war immer schon überzeugt davon, dass er noch viel schneller werden könnte.  Viel schneller. Obwohl er bis heute nicht der Längste ist. Naja, habe er damals gedacht. Und nicht nur er. Heute denkt der gleiche Coach: Mal sehen, wo das hinführen mag. Mittlerweile ist Robert 178cm hoch und 82kg schwer. Immer noch kein Gardemaß für einen Sprinter.

So mag es auch nicht verwundern, dass er erst jetzt in den deutschen B-Kader gelangte. Das ihn die Sportstiftungen, Sporthilfen und Förderungen noch nicht erreicht haben, allein der Verein hilft durch die eigene Topteam-Förderung. Der Landesverband im NRW-Kader. Aber genau deshalb hat ihn die „Perspektive Gold“ mit aufgenommen. Um dabei zu sein. Um zu sehen, wo das alles enden könnte. „Den perfekten Lauf hatte ich noch nicht“, sagt Robert Polkowski. 2014 sind Europameisterschaften. Zum Beispiel …

Update Robert:
Inzwischen hat die Förderung der Sportstiftung NRW den Leichtathletik-Verrückten erreicht. Er ist seit Anfang des Jahres 2014 Mitglied im Nachwuchselite-Team NRW und erhält eine monatliche Individualförderung … und er hat seine Bestleistung auf 10,35s gedrückt und ist noch mal deutscher Vize-Meister bei den U23 Junioren geworden. Bei Robert läuft es weiterhin.

Constanze – ein Unternehmenszwilling in voller Fahrt

Mehrfache Gewinnerin von Medaillen bei internationalen Jugendmeisterschaften. Europameisterschaften, Weltchampionate, Europäische Jugendspiele. Die Seglerin Constanze Stolz gehört zu den erfolgreichsten jungen Seglerinnen der jüngeren Vergangenheit in Deutschland. Damit dass auch in Zukunft so bleiben kann, hat sich um die 18 Jahre alte Abiturientin mittlerweile eine illustre Gemeinschaft an sportlichen, beruflichen und wirtschaftlichen Förderern entwickelt. Schließlich träumen sie alle mit ihr gemeinsam den Traum vielleicht sogar von einer Teilnahme an Olympischen Spielen. Obwohl die Düsseldorferin sich gar nicht so auf das eine große Ziel festlegen mag. „Ich möchte mal ganz vorne mit dabei sein. An der Spitze“, sagt sie im Gespräch mit dem Sportausweis-Team von „Perspektive Gold – junge Sportler im Fokus“ und bezieht ihre sportlichen Sehnsüchte eher auf eine künftige dauerhafte Präsenz in der internationalen Elite. Die „Perspektive Gold“ wird sie auf ihrem Weg dorthin nun regelmäßig verfolgen und treffen.

Natürlich ist Constanzes Vorhaben ambitioniert. Aber dafür hat sie ja ihre Begleitungen. Mit ihren Eltern und Trainern koordiniert sie gemeinsam den Spagat zwischen der Heimat und dem Trainingsrevier an der Ostsee. Räumlich, inhaltlich, sportlich. Das Sailing Team Germany in voller Fahrt. Dazu kommen die Förderer. Das dokumentiert sich beispielsweise in ihrer Mitgliedschaft im Stockheim Team Rio Düsseldorf oder in der Begleitung durch ihren Heimatverein, den Düsseldorfer Yachtclub.

Eher im Hintergrund, aber an einer sehr entscheidenden Stelle, wirkt die Sportstiftung NRW. Sie ermöglicht der Psychologie-Studentin über die ARAG AG, neben dem Studium an der Fernuniversität Hagen auch ihre berufliche Entwicklung als sogenannter Unternehmenszwilling voranzutreiben. So lassen sich die Anforderungen von Ausbildung und Leistungssport wesentlich besser vereinbaren. „Individuelle Förderung nah am Athleten und mit dem Athleten“ hat sich die Initiative „Neue Generation Leistungssport“ der Sportstiftung NRW auf die Fahne geschrieben, zu der auch Constanze Stolz zählt.

Die Sportstiftung fördert dabei vor allem das sogenannte individuell erforderliche Fachkräfte- und Betreuungsumfeld des Topnachwuchses. Sie begleitet und moderiert dabei auch die schulische und berufliche Karriere junger Athleten. Zum Beispiel auf Basis der Initiative „200 Patenschaften für 200 Topathleten“ mit den Industrie- und Handelskammern von Nordrhein-Westfalen und unter der Federführung der IHK Köln.

Mehr Infos zum Thema:

www.ostseeferientraum.de/constanze_stolz/

www.sportstiftung-nrw.de

www.stockheim-teamrio.de

Neue Serie: Perspektive Gold – Junge Sportler im Fokus

Wer folgt unseren aktuellen Olympioniken? Wer gehört zur kommenden Generation? In unserer neuen Serie „Perspektive Gold – Junge Sportler im Fokus“ wollen wir junge Sportler aus ganz Deutschland und ihre Förderer in loser Folge vorstellen und begleiten auf ihrem Weg zu Olympia, nach Brasilien und Rio 2016 beispielsweise oder zu den Winterspielen 2018 in die südkoreanische Stadt Pyeongchang. Begonnen haben wir mit zwei jungen Ruderern am Ruderleistungszentrum Dortmund

In Dortmund wird es auch für den Nachwuchs im Ruderleistungszentrum um U23-Trainer Peter Thiede ernst. Vom 22. bis 28. Juli finden im österreichischen Linz die Weltmeisterschaften statt. Mit im deutschen U23-Achter werden auch die beiden Dortmunder Nachwuchsruderer Alexander Thierfelder und René Stüven sitzen. Wir haben die beiden Stipendiaten der Caspar-Ludwig-Opländer-Stiftung zum Auftakt der Serie beim Training besucht und begleitet.

Zusammen mit Björn Birkner und Johannes Weißenfeld wurden Thierfelder und Stüven  im Juni Deutscher Vizemeister im Achter bei den nationalen Titelkämpfen auf dem Fühlinger See in Köln. Knappe zwei Sekunden fehlten zum Titel. „Der Achter mit unseren Jungs war klar benachteiligt. Die Bahn eins hatte starken Seitenwind, während das siegreiche Boot auf Bahn fünf ruderte“, kommentierte Peter Thiede den Ausgang. Über die Ziele bei der WM in Österreich kann Thiede nur ungenau Auskunft geben. „Im Grunde wird man vor Ort erst einmal völlig überrascht von der Leistungsstärke der Konkurrenz. Es gibt leider keine Weltcups, auf denen man sich im Vorfeld vergleichen kann. Das ist ein absolutes Manko.“

Die Arbeit von Peter Thiede, der seit Anfang 2009 für die U23-Athleten am Ruderleistungszentrum Dortmund verantwortlich ist, und Werner Nowak, der im Herbst dazustieß, trägt außerordentliche Früchte. Nicht nur die aktuelle Abstellung von sechs Dortmunder Nachwuchsruderern, sondern auch die Zuarbeit für Männer-Bundestrainer Ralf Holtmeyer hat sich bewährt. Mit Maximilian Planer, Malte Jakschik und Felix Wimberger haben sich gleich drei der bisherigen U23-Stipendiaten der Caspar-Opländer-Stiftung durchgesetzt und sind jetzt im A-Kader.

Wie es Alexander Thierfelder und René Stüven in den kommenden Monaten ergehen wird, das werden wir spätestens im Frühjahr 2014 erfahren. Dann wollen wir bei den  beiden auf ihrem Weg nach Rio wieder in Dortmund vorbeischauen.

Quelle: www.deutschlandachter.de

Golf Team Germany: Aufbruch nach Olympia

Sie sind die besten Golfspieler Deutschlands. Sie alle haben dasselbe Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Den Weg gehen sie gemeinsam. Im Golf Team Germany des Deutschen Golf Verbandes (DGV). Die Vorbereitung auf die Spiele 2016 in Rio de Janeiro hat begonnen. Der Wettlauf um die Startplätze ist eröffnet.

Egal ob talentierter Nachwuchssportler oder erfolgreicher Tourspieler – alle sollen von der zielgerichteten Förderung in der Hochleistungsgemeinschaft Golf Team Germany profitieren und ihre individuellen Erfolgschancen erhöhen. Die „Vision Gold“ wird gelebt. Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany unterstützt.

Elite Team Germany
Das Kriterium: Erfolgsperspektive für die nächsten Olympischen Spiele.
Sandra Gal, Caroline Masson, Martin Kaymer und Marcel Siem sind die bestplatzierten Deutschen in den Weltranglisten. Sie bilden deshalb aktuell das Elite Team innerhalb des Golf Team Germany. Im Elite Team fördert der DGV individuell Athleten, die Deutschland bei den kommenden Olympischen Spielen mit der Chance auf eine Spitzenplatzierung vertreten sollen. Mindestanforderung ist eine Top-100-Platzierung in der Profi-Weltrangliste beziehungsweise eine Top-20-Platzierung in der Amateur-Weltrangliste.

National Team Germany
Das National Team besteht aus Athleten, die eine mittel- bis langfristige Olympiaperspektive aufweisen. Das sind Amateure bis maximal 23 Jahre mit aktueller EM- und WM-Perspektive sowie Tourspieler ohne Altersbeschränkung. Zu den umfangreichen Fördermaßnahmen durch den DGV zählen unter anderem die ganzjährige Leistungssteuerung und Betreuung durch die Bundestrainer, ein zentrales Lehrgangsprogramm und die Nutzung des DGV-Leistungszentrums.

Junior Team Germany
Für das Junior Team werden Amateure bis 18 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen. Die Fördermaßnahmen sind nahezu identisch mit denen des National Team, beinhalten also unter anderem Entsendungen zu internationalen Wettkämpfen, umfassende medizinische Betreuung und Laufbahnberatung.

„Mit dem Golf Team Germany hat der DGV für seine Athleten ein Fördersystem geschaffen, das von Beginn der Leistungssportkarriere an auf Kontinuität baut. Denn Erfolg bei den Olympischen Spielen ist nur durch langjährigen, lückenlosen Aufbau in zielführenden Trainings- und Wettkampfstrukturen möglich“, erklärt DGV-Sportvorstand Marcus Neumann. „Das Golf Team Germany ist eine Säule unseres neuen sportlichen Leitbilds, der Vision Gold.“

DGV-Präsident Nothelfer: Neues Zeitalter im deutschen Golfsport
Für Hans Joachim Nothelfer, Präsident des DGV, ist ein gemeinsames Team bestehend aus Tourspielern und Amateuren Ausdruck eines neuen Zeitalters im deutschen Golfsport. „Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 erfolgt über die Weltrangliste der Profis. Der DGV als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes benennt die Athleten, die vom DOSB in sein Olympiateam nominiert werden. Daraus ergibt sich zwingend die Integration von Tourspielern in das Wettkampf-, Trainings- und Fördersystem des Verbandes“, erläutert Nothelfer. „Ich freue mich, dass sich die besten deutschen Golfer, vom Major-Sieger bis zum hoffnungsvollen Talent, zu unserem gemeinsamen Ziel bekennen.“

Das sagen die Athleten:

Sandra Gal: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DGV. Olympia ist ein Traum für jeden Sportler und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung des DGV. Ich denke, mit dem Elite Team Germany werden wir eine starke Mannschaft haben.“

Caroline Masson: „Ich bin stolz und glücklich, im Elite Team Germany des Deutschen Golf Verbands dabei zu sein. Nach meinen ersten drei Saisons als Profi auf der Tour liegen vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio vor mir, sicher das größte Erlebnis, das es für einen Sportler gibt. Dort – wenn Golf wieder ins olympische Programm zurückkehrt – im Team für Deutschland dabei sein zu können, wird der Höhepunkt. Ich bin dem DGV hierfür und für seine bisherige Unterstützung meiner Karriere sehr dankbar.“

Martin Kaymer: „Teil des Elite Teams zu sein, zu den besten deutschen Spielern zu gehören, macht mich sehr stolz und ist eine besondere Ehre. Für mich gibt es nichts Größeres als die Olympischen Spiele. Wir alle trainieren für die gleiche Vision und werden uns so gut es geht auf Rio vorbereiten. Es ist mein großes Ziel, Deutschland und unseren Golfsport 2016 in Rio erfolgreich zu vertreten.“

Marcel Siem: „Lange hat es gedauert, nun ist es so weit: Golf wird olympisch. Wie für jeden Sportler gehört auch für mich die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu den größten sportlichen Herausforderungen. Der deutsche  Amateur und Profi Golfsport strukturiert sich neu auf dem Weg zu Olympia 2016. Ich freue mich, dass ich als Mitglied des Elite Team Germany ein Stück dazu beitragen kann, die Nachwuchsförderung im deutschen Golfsport zu unterstützen. Ich bin überzeugt davon, dass für Deutschland in Brasilien 2016 ein schlagkräftiges Olympia Team an den Start gehen wird.“

Website Golf Team Germany
Begleitet wird der Start des Golf Team Germany mit dem Launch einer eigenen Website. Unter der Adresse www.golfteamgermany.de berichten DGV und PGA aktuell von allen Turnieren, bei denen Mitglieder des Golf Team Germany im Einsatz sind. Die Athletinnen und Athleten stellen sich und ihre sportlichen Erfolge in Spielerprofilen vor.

Mit dem Sportausweis ins „Deutsche Haus Paralympics“

Der Sportausweis präsentiert sich ab sofort auch auf internationaler Bühne. Als neuer Akkreditierungspartner des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) in London 2012 regelt er den Zugang zum „Deutschen Haus Paralympics“. Während der Spiele gelangen Athleten, Trainer sowie nationale und internationale Gäste aus Wirtschaft, Sport und Politik mit dem Sportausweis zum offiziellen Treffpunkt der Mannschaft.

Der Ausweis
Der Ausweis ist mit einem Chip versehen und berechtigt zusätzlich jeden Inhaber, sich über www.sportausweis.de für die Vorteile der SportManagement-Karte freizuschalten. Dadurch erhalten die Gäste des „Deutschen Haus Paralympics“ einen exklusiven Mehrwert. „Dieses Vertrauen belegt die verlässlichen administrativen Funktionen unseres Ausweises, von denen auch deutsche Vereine im täglichen Gebrauch profitieren“, freut sich André Bortz, Geschäftsführer der Deutschen Sportausweis GmbH. Bereits heute wird der Sportausweis von vielen Vereinen als Zugangskontrolle zu Sportstätten wie Schwimmbädern und anderen Trainingseinrichtungen benutzt.

Das Deutsche Haus Paralympics
Das Deutsche Haus Paralympics ist, wie sein olympisches Pendant, im Museum of London Docklands (MoLD) beheimatet. Von 30. August bis 8. September ist die Einrichtung täglich ab 16 Uhr geöffnet und bietet Platz für rund 450 Sportler und akkreditierte Besucher. Verantwortlich für Planung und Organisation ist die Deutsche Sport-Marketing GmbH (DSM) als offizielle Vermarktungsagentur des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Behindertensportbunds (DBS). Unterstützt wird sie durch ihren langjährigen Partner Messe Düsseldorf.

Ewiger Medaillenspiegel Deutschland

Bislang konnten Sportler aus Deutschland 1264 olympische Medaillen bei den Sommerspielen erringen. Diese teilen sich in 400 Gold-, 414 Silber- und 450 Bronzemedaillen auf. Damit kommen sie im ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele auf den 3. Rang. Hinzu kommt eine Beteiligung an einer Mixed-Team-Bronzemedaille (USA/Deutsches Reich) im Tauziehen 1904.

Olympische Sommerspiele

Jahr Spiele Platz IOC-Code Gold Silber Bronze Gesamt
1896 Athen 3. GER 6 5 2 13
1900 Paris 7. GER 4 2 2 8
1904 St. Louis 2. GER 4 5 7 16
1906 Athen 6. GER (4) (6) (5) (15)
1908 London 5. GER 3 5 6 14
1912 Stockholm 6. GER 5 13 7 25
1916 Berlin
1920 Antwerpen
1924 Paris
1928 Amsterdam 2. GER 10 7 14 31
1932 Los Angeles 9. GER 3 12 5 20
1936 Berlin 1. GER 33 26 30 89
1940 Helsinki
1944 London
1948 London
1952 Helsinki 28. GER 0 7 17 24
45. SAA 0 0 0 0
1956 Melbourne 7. EUA 6 13 7 26
1960 Rom 4. EUA 12 19 11 42
1964 Tokio 4. EUA 10 22 18 50
1968 Mexiko City 8. FRG 5 11 10 26
5. GDR 9 9 7 25
1972 München 4. FRG 13 11 16 40
3. GDR 20 23 23 66
1976 Montreal 4. FRG 10 12 17 39
2. GDR 40 25 25 90
1980 Moskau FRG
2. GDR 47 37 42 126
1984 Los Angeles 3. FRG 17 19 23 59
GDR
1988 Seoul 5. FRG 11 14 15 40
2. GDR 37 35 30 102
1992 Barcelona 3. GER 33 21 28 82
1996 Atlanta 3. GER 20 18 27 65
2000 Sydney 5. GER 13 17 26 56
2004 Athen 6. GER 13 16 20 49
2008 Peking 5. GER 16 10 15 41
2012 GER
Gesamt 3. 400 414 450 1264

Erklärung:
Deutschland nahm bisher 22 Mal an den Olympischen Sommerspielen teil und beteiligte sich zusätzlich auch an den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen. Die erste Teilnahme erfolgte 1896 in Athen, die bisher letzte 2008 in Beijing.
Insgesamt überproportional erfolgreich waren die Mannschaften der DDR („GDR“) mit 409 Medaillen bei nur 5 Olympia-Teilnahmen.
In den Jahren 1916, 1940 und 1944 fanden die Sommerspiele kriegsbedingt nicht statt. Dreimal, in den Jahren 1920, 1924 und 1948, durfte kein deutsches Team an den Sommerspielen teilnehmen. Wegen seiner Rolle im Ersten bzw. Zweiten Weltkrieg war Deutschland in diesen Jahren von der Sportveranstaltung ausgeschlossen worden. Des Weiteren wurden die Spiele 1980 in Moskau von der Bundesrepublik Deutschland und die Spiele 1984 in Los Angeles von der Deutschen Demokratischen Republik boykottiert.

EUA = Das IOC führte dieses Kürzel erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands ein, um der besonderen politische Situation Rechnung zu tragen. Die Teilnehmer der Gesamtdeutschen Mannschaft wurde in Entscheidungskämpfen zwischen den Sportlern aus der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik gebildet.
Nachdem die Deutsche Demokratische Republik vom IOC am 6. Okt. 1965 anerkannt wurde, starteten die Sportler aus den beiden deutschen Staaten in den Teams: FRG und GDR

GDR = DDR (Deutsche Demokratische Republik)

FRG = BRD (Bundes Republik Deutschland)

SAA = Saarland. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Saarland bis 1957 ein französisches Protektorat.

Quelle: Wikipedia