Deutsche Damen stark bei Ladies German Open

Kylie Walker gewinnt die Ladies German Open presented by Marriott 2014 vor den Toren Münchens. Die Schottin hat sich gegen die Engländerin Charley Hull im Stechen am ersten Extraloch durchgesetzt. Sandra Gal überzeugte bei ihrem Heimspiel als Vierte, genau wie Golf-Team-Germany-Kollegin Sophia Popov, die ihr erstes Turnier als Proette auf Rang 16 beendet hat. DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer sprach von einer tollen Turnierwoche.

Siegerinnen Ladies German Open presented by Marriott. © Stefan Heigl

Siegerinnen Ladies German Open presented by Marriott. © Stefan Heigl

„Das war ein klasse Turnier und die Zuschauer waren spitze. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt“, resümiert Gal eine erfolgreiche Woche im GC Wörthsee in der Nähe von München. Ein noch besseres Ergebnis verhinderte ein Missgeschick an Loch 12. Für einen Bunkerschlag, bei dem sie auf dem hohen Bunkerrand stehen musste, kam sie kurz aus dem Gleichgewicht und berührte mit dem Schläger den Sand, was zwei Strafschläge zur Folge hatte. „Ich hätte nicht ruhig schlafen können. Es war mein Fehler, ich musste es melden und die zwei Strafschläge akzeptieren“, so Gal.

Sandra Gal bei den Ladies German Open presented by Marriott. © Stefan Heigl

Sandra Gal bei den Ladies German Open presented by Marriott. © Stefan Heigl

Sehr zufrieden mit ihrem ersten Turnier als Profi war auch Sophia Popov aus Karlsruhe. „Auch wenn ich mit dem Bogey am letzten Loch einen schwachen Abschluss hatte“, sagt Popov, die auf Einladungen für kommende Turniere hofft und sich über die Qualifikation der Ladies European Tour und der amerikanischen LPGA Tour eine Spielberechtigung für 2015 sichern will.

Sophia Popov bei den Ladies German Open © DGV

Sophia Popov bei den Ladies German Open © DGV

Auch weitere deutsche Spielerinnen konnten am Wörthsee mit ihrer Leistung zufrieden sein. Insgesamt schafften sechs von zwölf angetretenen deutschen Spielerinnen den Cut nach zwei Runden – ein neuer Rekord. Nina Holleder schloss das Turnier als geteilte 46. ab, Steffi Kirchmayr kam auf den geteilten 49. Rang, Karolin Lampert wurde 61. vor Miriam Nagl auf Position 64. Ann-Kathrin Lindner, Isabell Gabsa, Leigh Whittaker und Elisabeth Esterl waren ebenso am Cut gescheitert wie die beiden deutschen Amateurinnen im Feld, Olivia Cowan und Rachael Taylor.

Ann-Kathrin Lindner bei den Ladies German Open © DGV

Ann-Kathrin Lindner bei den Ladies German Open © DGV

Die Finalrunde der Ladies German Open presented by Marriott vor 6.500 Zuschauern war an Spannung kaum zu überbieten. Kylie Walker war nach drei 64er Runden mit sechs Schlägen Vorsprung auf Charley Hull in den letzten Tag gestartet, vergab diese Führung aber und musste mit einem Gesamtergebnis von -25 ins Stechen gegen ihre Kontrahentin. Dort bewies die Schottin aber Nervenstärke und setzte sich am ersten Extraloch, der Bahn 18, mit einem Par gegen Hull durch.

Der Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV), Hans Joachim Nothelfer, war mit dem Turnier sowohl aus sportlicher wie auch aus organisatorischer Sicht sehr zufrieden: „Die Ladies German Open presented by Marriott haben erneut ihren Status als Flaggschiff-Event des deutschen Damen-Golfs unter Beweis gestellt. Die gezeigten Leistungen der internationalen und insbesondere auch der deutschen Spielerinnen sind überaus erfreulich. Mein Glückwunsch gilt der verdienten Siegerin Kylie Walker, aber ebenso Sandra Gal und Sophia Popov, die die deutschen Farben so erstklassig vertreten haben. Auch den Organisatoren, den Sponsoren und dem GC Wörthsee gilt mein Dank. Es war eine tolle Turnierwoche.“

Noch näher liegt der Solheim Cup 2015 im GC St. Leon-Rot, der sich ebenso den Zuschauern auf der Anlage präsentierte und mit Gewinnspiel- und Mitmachaktionen auf das Großereignis im September des kommenden Jahres aufmerksam machte. Wer so lange nicht mehr warten kann, der darf sich bereits am 16. September 2014 auf ein Wiedersehen mit Sandra Gal freuen. Im Rahmen eines Charity-Promotion-Events trifft die deutsche Spitzenspielerin auf weitere Stars, darunter auch ihre Teamkameraden aus dem Golf Team Germany, Caroline Masson und Martin Kaymer.

Gelungener Auftakt in Deutscher Golf Liga

Beste Bedingungen herrschten beim Auftakt zur zweiten Saison der KRAMSKI Deutschen Golf Liga (DGL), wobei nicht alle Favoriten ihren Rollen gerecht werden konnten. Frankfurter GC, Hamburger GC und zweimal GC St. Leon-Rot heißen die Sieger des ersten Spieltages in der zweigleisigen 1. Bundesliga. Das Ligasystem mit fünf Spieltagen und abschließendem Final Four der besten vier Damen- und Herrenmannschaften der 1. Bundesliga startete am 18. Mai 2014.

Bundesliga Nord, Damen: Heimsieg für Hamburger Damen

Das als Favorit gestartete Team vom GC Hubbelrath erwischte keinen guten Start in der 1. Bundesliga Nord und belegte am ersten Spieltag Rang 3. Die Heimmannschaft vom GC Hamburg-Falkenstein holte sich vor dem G&LC Berlin-Wannsee den Tagessieg – obwohl die Berliner phasenweise in Führung gelegen hatten. Die beiden Aufsteiger vom Club zur Vahr und G&LC Schmitzhof belegten die Plätze vier und fünf.

Bundesliga Süd, Damen: St. Leon-Rot siegen in Olching

Einen Saisonstart nach Maß feierten die Damen des GC St. Leon-Rot. Souverän holte sich der Vizemeister des Vorjahres die ersten fünf Punkte der Saison 2014 in der 1. Bundesliga Süd Damen. Der Münchener GC, den viele Verletzungssorgen plagten, belegte mit neun Schlägen Rückstand Platz zwei. Die Aufsteiger aus Stuttgart wurden Dritte vor der Heimmannschaft GC Olching und dem abgeschlagenen GC Rheinhessen Wißberg.

Bundesliga Nord, Herren: Frankfurt überzeugend

Der Frankfurter GC untermauerte seine Favoritenrolle in der Bundesliga Nord mit einem Sieg am ersten Spieltag. Mit einem deutlichen Vorsprung von neun Schlägen ließen die Hessen den gastgebenden Hamburger GC hinter sich. Der zweite Club aus der Hansestadt, der L&GC Hittfeld, erspielte sich Rang 3. Derweil erwischte der Titelverteidiger aus Hubbelrath einen schlechten Tag und konnte nur zwei Punkte einfahren. Die Kölner Aufsteiger vom Marienburger GC landeten bei ihrer DGL-Premiere am Ende des Feldes.

Bundesliga Süd, Herren: Sieg auch für St. Leon-Roter Herren

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung holte sich der GC St. Leon-Rot den Tagessieg in der 1. Bundesliga Süd der Herren und sicherte sich fünf Punkte. Die Aufsteiger des Münchener Golf-Clubs und des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude belegten die Plätze zwei und drei. Gastgeber Neuhof erspielte sich trotz des Heimvorteils nur den vierten Platz. Enttäuschung bei den Mannheimern: Die stark einsatzgeschwächte Mannschaft des letztjährigen Final-Four-Teilnehmers musste sich mit dem fünften und letzten Platz zufrieden geben.

140521_Bild KramskiDas Bild zeigt die Mannschaften der Bundesliga Nord. Foto: DGV

Die Tabellen der KRAMSKI DGL 2014 im Überblick (1. Spieltag):

1. Bundesliga Nord, Damen:

Club Über Par Punkte
1. Hamburger GC +25 5
2. G&LC Berlin-Wannsee +30 4
3. GC Hubbelrath +39 3
4. Club zur Vahr +53 2
5. G&LC Schmitzhof +67 1

1. Bundesliga Süd, Damen:

Club Über Par Punkte
1. GC St. Leon-Rot +23 5
2. Münchener GC +32 4
3. Stuttgarter GC Solitude +45 3
4. GC Olching +45 2
5. GC Rheinhessen Wißberg +59 1

1. Bundesliga Nord, Herren:

Club Über Par Punkte
1. Frankfurter GC +9 5
2. Hamburger GC +18 4
3. Hamburger L&GC Hittfeld +32 3
4. GC Hubbelrath +33 2
5. Marienburger GC +35 1

 1. Bundesliga Süd, Herren:

Club Über Par Punkte
1. GC St. Leon-Rot +29 5
2. Münchener GC +36 4
3. Stuttgarter GC Solitude +43 3
4. GC Neuhof +48 2
5. GC Mannheim-Viernheim +61 1

Jede Staffel der Deutschen Golf Liga – unabhängig welcher Liga – ist mit fünf Mannschaften besetzt. Für einen Tagessieg erhält das siegreiche Team fünf Punkte, der Fünftplatzierte einen Punkt. Gesamtsieger ist, wer sich nach fünf Spieltagen die meisten Punkte erkämpft hat. Ausnahme: Die jeweils beiden Erstplatzierten der 1. Bundesliga Nord und Süd spielen in einem zweitägigen Final Four den Gesamtsieger der KRAMSKI DGL aus.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.deutschegolfliga.de

Golf Team Germany: Aufbruch nach Olympia

Sie sind die besten Golfspieler Deutschlands. Sie alle haben dasselbe Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Den Weg gehen sie gemeinsam. Im Golf Team Germany des Deutschen Golf Verbandes (DGV). Die Vorbereitung auf die Spiele 2016 in Rio de Janeiro hat begonnen. Der Wettlauf um die Startplätze ist eröffnet.

Egal ob talentierter Nachwuchssportler oder erfolgreicher Tourspieler – alle sollen von der zielgerichteten Förderung in der Hochleistungsgemeinschaft Golf Team Germany profitieren und ihre individuellen Erfolgschancen erhöhen. Die „Vision Gold“ wird gelebt. Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany unterstützt.

Elite Team Germany
Das Kriterium: Erfolgsperspektive für die nächsten Olympischen Spiele.
Sandra Gal, Caroline Masson, Martin Kaymer und Marcel Siem sind die bestplatzierten Deutschen in den Weltranglisten. Sie bilden deshalb aktuell das Elite Team innerhalb des Golf Team Germany. Im Elite Team fördert der DGV individuell Athleten, die Deutschland bei den kommenden Olympischen Spielen mit der Chance auf eine Spitzenplatzierung vertreten sollen. Mindestanforderung ist eine Top-100-Platzierung in der Profi-Weltrangliste beziehungsweise eine Top-20-Platzierung in der Amateur-Weltrangliste.

National Team Germany
Das National Team besteht aus Athleten, die eine mittel- bis langfristige Olympiaperspektive aufweisen. Das sind Amateure bis maximal 23 Jahre mit aktueller EM- und WM-Perspektive sowie Tourspieler ohne Altersbeschränkung. Zu den umfangreichen Fördermaßnahmen durch den DGV zählen unter anderem die ganzjährige Leistungssteuerung und Betreuung durch die Bundestrainer, ein zentrales Lehrgangsprogramm und die Nutzung des DGV-Leistungszentrums.

Junior Team Germany
Für das Junior Team werden Amateure bis 18 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen. Die Fördermaßnahmen sind nahezu identisch mit denen des National Team, beinhalten also unter anderem Entsendungen zu internationalen Wettkämpfen, umfassende medizinische Betreuung und Laufbahnberatung.

„Mit dem Golf Team Germany hat der DGV für seine Athleten ein Fördersystem geschaffen, das von Beginn der Leistungssportkarriere an auf Kontinuität baut. Denn Erfolg bei den Olympischen Spielen ist nur durch langjährigen, lückenlosen Aufbau in zielführenden Trainings- und Wettkampfstrukturen möglich“, erklärt DGV-Sportvorstand Marcus Neumann. „Das Golf Team Germany ist eine Säule unseres neuen sportlichen Leitbilds, der Vision Gold.“

DGV-Präsident Nothelfer: Neues Zeitalter im deutschen Golfsport
Für Hans Joachim Nothelfer, Präsident des DGV, ist ein gemeinsames Team bestehend aus Tourspielern und Amateuren Ausdruck eines neuen Zeitalters im deutschen Golfsport. „Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 erfolgt über die Weltrangliste der Profis. Der DGV als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes benennt die Athleten, die vom DOSB in sein Olympiateam nominiert werden. Daraus ergibt sich zwingend die Integration von Tourspielern in das Wettkampf-, Trainings- und Fördersystem des Verbandes“, erläutert Nothelfer. „Ich freue mich, dass sich die besten deutschen Golfer, vom Major-Sieger bis zum hoffnungsvollen Talent, zu unserem gemeinsamen Ziel bekennen.“

Das sagen die Athleten:

Sandra Gal: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DGV. Olympia ist ein Traum für jeden Sportler und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung des DGV. Ich denke, mit dem Elite Team Germany werden wir eine starke Mannschaft haben.“

Caroline Masson: „Ich bin stolz und glücklich, im Elite Team Germany des Deutschen Golf Verbands dabei zu sein. Nach meinen ersten drei Saisons als Profi auf der Tour liegen vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio vor mir, sicher das größte Erlebnis, das es für einen Sportler gibt. Dort – wenn Golf wieder ins olympische Programm zurückkehrt – im Team für Deutschland dabei sein zu können, wird der Höhepunkt. Ich bin dem DGV hierfür und für seine bisherige Unterstützung meiner Karriere sehr dankbar.“

Martin Kaymer: „Teil des Elite Teams zu sein, zu den besten deutschen Spielern zu gehören, macht mich sehr stolz und ist eine besondere Ehre. Für mich gibt es nichts Größeres als die Olympischen Spiele. Wir alle trainieren für die gleiche Vision und werden uns so gut es geht auf Rio vorbereiten. Es ist mein großes Ziel, Deutschland und unseren Golfsport 2016 in Rio erfolgreich zu vertreten.“

Marcel Siem: „Lange hat es gedauert, nun ist es so weit: Golf wird olympisch. Wie für jeden Sportler gehört auch für mich die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu den größten sportlichen Herausforderungen. Der deutsche  Amateur und Profi Golfsport strukturiert sich neu auf dem Weg zu Olympia 2016. Ich freue mich, dass ich als Mitglied des Elite Team Germany ein Stück dazu beitragen kann, die Nachwuchsförderung im deutschen Golfsport zu unterstützen. Ich bin überzeugt davon, dass für Deutschland in Brasilien 2016 ein schlagkräftiges Olympia Team an den Start gehen wird.“

Website Golf Team Germany
Begleitet wird der Start des Golf Team Germany mit dem Launch einer eigenen Website. Unter der Adresse www.golfteamgermany.de berichten DGV und PGA aktuell von allen Turnieren, bei denen Mitglieder des Golf Team Germany im Einsatz sind. Die Athletinnen und Athleten stellen sich und ihre sportlichen Erfolge in Spielerprofilen vor.

Golf-Team-WM – historische Erfolge in 2012

Deutschlands Golf-Nationalteams haben bei den Mannschaftsweltmeisterschaften 2012 im türkischen Belek in diesem September für einen Paukenschlag gesorgt:
Das deutsche Herren-Team gewann schlaggleich mit Titelverteidiger Frankreich und der Auswahl Koreas die Bronze-Medaille. Nur eine Woche zuvor wurden die deutschen Damen an gleicher Stelle sogar Vizeweltmeister. „Das sind historische Erfolge, noch nie zuvor hat eine Herren-Mannschaft Edelmetall bei einer WM gewonnen und gleichzeitig waren die Damen mit dem zweiten Platz auf Augenhöhe mit Weltmeister Korea“, freut sich Hans Joachim Nothelfer, Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV). „Dieses Ergebnis zeigt, dass die auf den olympischen Weg zugeschnittenen strukturellen und inhaltlichen Veränderungen richtig sind. Es bestärkt uns, die eingeschlagene Richtung weiterzugehen.“

Für Nothelfer ist dieser Erfolg ein positives Signal, dass die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre mit den Spielerinnen und Spielern in den Heimatclubs, Landeskadern und Nationalkadern Früchte trägt. Der Bundestrainer der Damen, Marcus Neumann, sieht das herausragende Ergebnis gleichzeitig als Ansporn: „Die Medaillen sind ein Produkt der bisherigen Arbeit – aber sie sind keinesfalls das Ziel gewesen, sondern ein weiterer erfolgreicher Baustein im Hinblick auf die Vorbereitung auf Tourkarrieren, die dann möglicherweise olympische Erfolge ebnen.“

Damen-Bundestrainer Marcus Neumann und Ulrich Zilg, Bundestrainer der Herren, haben seit Jahresbeginn eine Erhöhung der Trainingsumfänge und Turnierteilnahmen sowie Verbesserung der Betreuungstiefe auf der individuellen Ebene vorgenommen. Dabei wurde vor allem im Herren-Bereich auch das Leben eines Golfprofis simuliert: So waren die DGV-Athleten im Januar vier Wochen lang in Australien, um dort zu trainieren und an Turnieren teilzunehmen, unter anderem an den Australien International Amateur Championship. Hier setzte Marcel Schneider (GC Schloss Monrepos) mit seinem Sieg überraschend den Startschuss für eine überaus erfolgreiche Saison. Auch bei den folgenden Meisterschaften bestätigten Moritz Lampert (GC St. Leon-Rot), Maximilian Rottluff (GC Hubbelrath) und Marcel Schneider konstant ihre Form. „Deshalb war auch die WM-Nominierung dieser drei keine Überraschung“, sagt Zilg. Natürlich sei der Unterschied zu den Profis noch groß, „aber auf Amateurebene sind unsere Kaderspieler bereits in der Weltspitze angekommen. Dieser Erfolg kann jetzt beflügeln, schließlich nehmen Spielerinnen und Spieler an der Qualifying School teil und sind auch nach dem Übertritt zum Professional oder Proette nicht mehr auf sich gestellt.“ Im Golf Team Germany, das ab 2013 Professionals und Amateure umfasst, begleiten die Bundestrainer ihre Kaderspieler auch weiterhin als Jungprofis. „Natürlich müssen die Spieler letztlich selbst den Ball spielen, doch wir geben ihnen taktisch, technisch, physisch wie mental die größtmögliche Unterstützung“, so Neumann, der die professionelle Einstellung seiner „Silber-Mädels“ Nina Holleder, Karolin Lampert und Sophia Popov (alle GC St. Leon-Rot) lobt: „Ihre Leistung war geprägt von einer hohen Disziplin und Fokussierung auf das eigene Spiel.“

Aber nicht nur auf internationaler Ebene werden die Weichen für erfolgreiche Förderung des Spitzensports gestellt: Die Deutsche Golf Liga wird mit fünf Spieltagen und anschließendem Final Four der besten vier Mannschaften bei den Damen und Herren das Wettkampfsystem des deutschen Golfs revolutionieren. Darüber hinaus strebt der DGV eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesministerium des Inneren (BMI) an. Dazu DGV-Präsident Nothelfer: „Die Vision Gold treibt uns alle an. Wir hoffen, dass BMÍ und DOSB die WM-Erfolge wohlwollend verfolgt haben und wir den gemeinsamen olympischen Weg intensivieren können.“