Was heißt eigentlich Skiwachs auf Russisch?

Wie der Sportausweis einen kleinen Beitrag zu Gold während den Paralympics geleistet hat? Eine Anekdote am Rande der Paralympics 2014 in Sotschi von Rudolf Ehrlich, Manager Sportorganisation und Sportausweis-Vertreter vor Ort in Sotschi bei den Paralympics:

1. Der Anruf
Freitag 07.03., 12:00 Uhr: Die Paralympics in Sotschi haben bereits begonnen. Ich erhalte einen Anruf der Deutschen Sport-Marketing: „Ob ich evtl. etwas mit nach Sotschi nehmen könne“ wurde ich gefragt. Selbstverständlich kann ich das tun, wenn es rechtzeitig bei mir in Bochum ankommt. Bei der Ware handelt es sich um Skiwachs für das deutsche Team Ski Nordisch, welches auf die besonderen Wetterverhältnisse vor Ort abgestimmt ist.

2. Der Transport
Samstag 08.03.: Per Express werden mir drei Dosen Skiwachs geschickt. Als ich eine der Dosen öffne, bin ich mir der Sache auf einmal nicht mehr sicher: Dieses weiße Pulver soll Wachs sein?

Sonntag 09.03.: Mit drei Dosen feinen, weissen Pulvers im Gepäck reise ich über Moskau nach Sotschi. Die Gedanken spielen verschiedene Szenarien durch: Komme ich damit über die Grenze? Was ist, wenn mich der russische Zoll fragt, was dieses Pulver ist? Was heißt Skiwachs auf Russisch? Nach einer 14-stündigen Reise von Köln über Moskau nach Sotschi verlasse ich am Montag um 11:00 den Flughafen. Dort erwartet mich bereits ein Audi-Shuttle, um mich zum Deutschen Haus zu fahren.

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3. Die Übergabe
Montag 10.03., 14:00 Uhr: Im Deutschen Haus in Krasnaya Poljana werde ich bereits erwartet. Die Wettbewerbe für diesen Tag sind bereits gelaufen, aber es gilt, die Skier für den nächsten Wettkampftag zu präparieren.

4. Der Einsatz
Am Dienstag (11.03.) findet der Biathlonwettbewerb über 10 km der Frauen statt. Auch Anja Wicker ist am Start. Ich bin selbst nicht an der Strecke, erfahre nur, dass Anja sensationell Gold gewinnt! Ich freue mich mit dem gesamten Team über diese grandiose Leistung.Am Mittwoch (12.03.) liest man in dem Newsletter des Deutschen Hauses „Paralympische Momente 5“ unter anderem: „Perfekter Ski führt zum Sieg“„Ich hatte Kanonen unter mir“ (Anja Wicker) „Es war heute nicht einfach zu wachsen“ (Florian Schillinger), „Bereits um 07:00 Uhr war das deutsche Team an der Strecke“, „So konnten wir viele Skier ausprobieren“. Hatte mein transportiertes Wachs auch einen Beitrag leisten können?

gold anja wicker - AllianzBildrechte: Allianz

5. Die Bestätigung
Samstag 15.03., 20:00 Uhr: Es ist Athletenabend im Deutschen Haus. Die Athleten und Betreuer freuen sich über das bis dahin schon so erfolgreiche Abschneiden der Mannschaft. Natürlich möchte ich jetzt wissen, ob sich der Aufwand für das Skiwachs gelohnt hat. Im Gespräch mit dem Bundestrainer Ski Nordisch, Ralf Rombach, bestätigt dieser: „Ja, dieses Wachs haben wir für die Ski von Anja Wicker eingesetzt…“

Herzlichen Glückwunsch an Anja Wicker zu diesem herausragenden Ergebnis.
Wir sind stolz auf dich!

P.S.: „лы́жная мазь“, das heißt übrigens Skiwachs auf Russisch! :)

Tschüß Sotschi, schön war’s!

Franz‘ Tagebuch aus Sotschi: Unsere Sotschi-Reise geht zu Ende

Der Sportausweis ist offizieller Akkreditierer des Deutschen Hauses in Sotschi. Unser Mitarbeiter Franz Anton ist für uns vor Ort und berichtet regelmäßig von seinen Erlebnissen. Seine Frau Elena begleitet ihn.

Sotschi – Das Ende einer Reise:

„Unsere Reise nach Sotschi ist zu Ende und wir beginnen die Erlebnisse und unvergessenen Eindrücke zu realisieren. So auch den Moment, als unser Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann uns im Deutschen Haus freundlicherweise sein Autogramm für unseren Reisekoffer gab, wie Ihr im Bild sehen könnt. Mittlerweile steht seine Unterschrift zusammen mit z.B. von Magdalena Neuner, Jens Weißflog, unserer Bronzedamenlanglaufstaffel, dem Präsidenten der Sportjugend Ingo Weiß und vielen weiteren Prominenten da.

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Aber auch unser Treffen mit den Repräsentanten vom Olympischen Komitee von Slovenien, Foto v. l.n.r. Bogdan Gabroves, meine Frau und ich, Dr. Edvard Kolar, Stephan Penz und Damjan Pintar, war sehr herzlich und geprägt vom Interesse unserer slovenischen Freunde, mehr über das Ausweissystem DEUTSCHER SPORTAUSWEIS zu erfahren.

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Wir denken an die vielen Momente im deutschen Haus, wo wir ganz dicht und fast auf „Tuchfühlung“ mit unseren Sportlerinnen und Sportlern zusammen getroffen sind. Die Zwischenbilanz als beste Nation im Medaillenspiegel soll aber auch alle diejenigen Sportler und Teams nicht vergessen, welche ausnahmslos alles aus sich herausgeholt haben, ohne in den Genuss eines Podiumsplatzes gekommen zu sein. Wir alle, so denke ich, erleben und erlebten heiße und coole Winterspiele zugleich.

Aus unserer Beobachtung hat sich Russland und im speziellen Sotschi als hervorragender Gastgeber für alle Athleten und Zuschauer präsentiert und Olympische Spiele mit ausgezeichneten Bedingungen organisiert.

Die großzügig angelegten Sportstätten und die neu gebaute Infrastruktur wie die zahlreichen Bahnhöfe, Straßen und Gondelstationen konnten den Ansturm der Massen aus allen Nationen standhalten. 24 Stunden Busverkehr im 10 Minutentakt sorgte für den Transport zwischen den Sportstätten und Unterkünften. Und das kostenlos!

Wir sind beeindruckt von der Weitläufigkeit der Anlagen, aber auch von der Gewissenhaftigkeit wie unsere Gastgeber die Sicherheit des Zugangs zu allen Sportstätten durch Personenkontrollen abgesichert haben. Auch wenn es manchmal lästig war, haben alle die notwendigen Kontrollen akzeptiert und unterstützt.

Nicht immer verströmen die neuen Bauten einen lebendigen Flair. Im Speziellen die große Hotelstadt in Krasnaja Poljana. Nicht alle Bauvorhaben wurden rechtzeitig fertig. Es bleibt für die Zukunft abzuwarten, wie nachhaltig die Sportanlagen und Gebäudekomplexe genutzt werden können und ob die Zeit nach den Spielen beiträgt diese Orte lebendig werden zu lassen. Potential ist mit Sicherheit vorhanden.

Unser Ausflug in die Metropole Sotschi am letzten Tag zeigte uns eine Weltstadt mit sehr langer Tradition im Tourismus. Insgesamt 145 km lang zieht sich Sotschi entlang der Küste am Schwarzen Meer. Unmöglich dies an einem Tag wahrzunehmen. Aber von den nobelsten Geschäften und Einkaufspassagen bis zu den kleinen Souvenirlädchen findet Ihr alles auf dem Fußweg vom historischen Bahnhof, den Ihr auf dem letzten Bild sehen könnt, zum Hafen.

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Das war auch unsere letzte Station. Zurück etwa eine Stunde bis zu unserem Quartier. Koffer packen und auf zum Flughafen.

Nach eindrucksvollen Tagen freuen wir uns auf unsere Rückkehr.

Wir sehen uns in Deutschland und freuen uns auf Euch in gewohnter Weise beim DEUTSCHEN SPORTAUSWEIS!

Eure Elena und Euer Franz Anton


Weitere Tagebucheinträge:

Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 4 – Besuch im “Küsten-Cluster”
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 3 – Ausflug in die Berge
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 2 – Die Spiele sind eröffnet
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 1 – Ankunft

Franz‘ Tagebuch aus Sotschi: Tag 4 – Besuch im „Küsten-Cluster“

Der Sportausweis ist offizieller Akkreditierer des Deutschen Hauses in Sotschi. Unser Mitarbeiter Franz Anton ist für uns vor Ort und berichtet regelmäßig von seinen Erlebnissen. Seine Frau Elena begleitet ihn.

Tag 4 – Besuch im „Küsten-Cluster“:

„Nach unserem ersten Besuch im „Gebirgs-Cluster“, welcher uns über Krasnaja Poljana zum Biathlon im Komplex „Laura“ geführt hatte, beschlossen wir als nächstes wieder das „Küsten-Cluster“ zu besuchen. Hier waren wir ja bereits am Eröffnungsabend, aber durch den Zeitdruck konnten wir weder nach links noch rechts zu schauen. Den Weg dorthin meistern wir mittlerweile gewohnt. Bis zum Bahnhof „Adler“ mit dem Bus.

Hier seht Ihr auf dem Bild die typischen Palmen für Sotschi und das hochmoderne Bahnhofsgebäude „Adler“, welches als zentrale Drehscheibe für Zug und Autobus zwischen Sotschi (City) und dem Gebirgs-Cluster, sowie dem „Küsten-Cluster“ funktioniert.

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Am Eingang gibt es wie immer, die komplette Kontrolle unseres Gepäcks/ Jacken und Mützen mit Abtasten und Durchleuchten.

Der Elektrozug fährt keine Viertelstunde bis zum Olympiapark. Wir kommen durch eine Station. Das olympische Dorf vom Küsten-Cluster.

Nach dem Aussteigen besorgen wir uns Tickets. Es gibt welche für 200 Rubel (:48 = etwa 4 €) je Person, damit kommen wir in das Olympiapark Gelände. Ohne Zugang zu Sportveranstaltungen. Es gibt 50 Türen zur Einlasskontrolle im Eingang. Wieder die totale Durchleuchtung und Kontrolle, wie beim Flieger. Zusätzlich zum Ticket haben wir ja noch den Spektator Pass mit dem Barcode zu scannen. Dann sind wir drin.

Wir sehen vom Bahnhof die neu errichteten 6 Eispaläste, welche kreisförmig auf dem Gelände angeordnet sind. Alles sehr weitläufig angeordnet. Weitere Ausgänge gibt es für uns nicht. Wir wissen, in jedem Fall müssen wir hierher zurück zum Bahnhof.

Zu Fuß benötigt man vom Bahnhof Olympiapark bis zur „Adler-Arena“ (Scatingcenter) locker 20…30 min.

Jede Arena wird vorwiegend für die Sportarten genutzt. Die „Shaiba Arena“ und „Der Große Eisdom“ für Eishockey, der „Eisberg Skating Palast“ für Eiskunstlaufen, „Ice Cube“ für Curling.

Die „Fisht Arena“ hatten wir ja zur Eröffnung erlebt. Davor steht die olympische Flamme. Letztlich wird dort nur noch der Abschluss Festakt stattfinden und keine Sportveranstaltungen.

Wir sehen ein buntes Treiben um die Pavillons der verschiedenen Nationen und der Hauptsponsoren der Olympischen Spiele: Menschen beim Tauschen ihrer Abzeichen  (Snatschki – sehr beliebt in Russland). Einen gigantischen Markt für russische Sportartikel, mit dem Werbespruch, wir akzeptieren nur VISA.

Die Handschuhe aus der russischen Olympiakollektion zeigen hier auf riesigen Werbewänden, was die fünf Farben der olympischen Ringe tatsächlich bedeuten. Hier das Bilderrätsel:

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Und für die ganz Kleinen hat der russische Weihnachtsmann – „Väterchen Frost“ – seine Märchenhütte im Olympiapark.

Verpflegen kann man sich in einem riesigen Speisesaal. Dort gibt es neben den typisch russischen Spezialitäten, wie Borschtsch oder Pelmeni, auch Hotdogs, BBQ, aus dem Wok und aus der Pfanne. Eben eine große Auswahl.

Gestärkt treten wir die Rückfahrt zum Hotel an. Wir denken, es waren heute wieder 15 km zu Fuß und werden einen Tag mal kürzer treten.

С сердечным приветом

Elena und Franz“

Weitere Tagebucheinträge:
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 3 – Ausflug in die Berge
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 2 – Die Spiele sind eröffnet
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 1 – Ankunft

Franz‘ Tagebuch aus Sotschi: Tag 3 – Ausflug in die Berge

Der Sportausweis ist offizieller Akkreditierer des Deutschen Hauses in Sotschi. Unser Mitarbeiter Franz Anton ist für uns vor Ort und berichtet regelmäßig von seinen Erlebnissen. Seine Frau Elena begleitet ihn.

Tag 3 – Ausflug in die Berge:

„Wir wollten unbedingt in die Berge. Den Kaukasus, den man fast überall in der Stadt Sotschi wahrnehmen kann mit seinen schneebedeckten Gipfeln.

Also hieß es nach dem Frühstück 20 Minuten mit dem Bus bis zum Bahnhof Adler und von dort per Elektro-Zug ca. 1 Stunde nach Krasnaja Poljana. Natürlich im Bahnhof wieder die Prozedur mit der Durchleuchtung der Taschen und Jacken und das Abtasten.

Wir wollten uns Tickets beschaffen, denn ohne Ticket und Spektator Pass wird niemand in die Olympia Gebiete eingelassen. Es hat geklappt , wir haben Restkarten gekauft für den 7,5 km Sprint der Frauen im Biathlon.

Nun war auch der Weg frei, um von Krasnaja Poljana mit der Seilbahn einen mächtigen Anstieg zu überwinden. Ungefähr 20 Plätze waren in der ersten Gondel, mit welcher wir ca. 20 Minuten gefahren sind. Eine weitere Gondel mit 6 Plätzen brachte uns zum Biathlon Stadion.

Wie Ihr sehen könnt, lag ausreichend Schnee und es war deutlich unter 0 Grad kalt:

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Die meisten Besucher waren natürlich Einheimische, welche in Sprechchören, mit Fahnen und in russische Farben gekleidet zu Ihren Plätzen zogen. Alles in allem ging es aber sehr gesittet und freundschaftlich zu.
Unsere Plätze an der Strecke boten einen guten Sichtkontakt zu den Athleten. Leider hatten unsere Mädels nicht Ihren Tag. Keine Medaille. Die Zeit von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr verging recht schnell. Und es wurde zunehmend kälter. So freuten wir uns doch den Rückweg anzutreten.

Wir beschlossen einen Abstecher ins Deutsche Haus zu machen. Dort waren wir den Rest des Abends und konnten die Freude über Deutschlands erstes Gold durch Felix Loch im Rodeln unter anderem mit André Lange, Andreas Dittmer und vielen weiteren Personen teilen.

Die Rückfahrt verlief fast ohne Vorkommnisse. Offensichtlich waren die zwei Äpfel in meinem Rucksack auf der Hinfahrt bei der Kontrolle durchgerutscht. Getränke und Früchte in den Zug zu nehmen ist verboten. Nun entdeckte der Kontrolleur die Äpfel und wollte, dass wir diese wegwerfen. Das wollten wir nicht. Also haben wir schnell unsere Äpfel gegessen und durften unsere Reise fortsetzen.

Weiter geht unsere Reise getreu dem Motto der Olympischen Spiele:

Жаркие. Зимние. Твои

Viele Grüße und bis bald.
Elena und Franz“

Weitere Tagebucheinträge:
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 2 – Die Spiele sind eröffnet
Franz’ Tagebuch aus Sotschi: Tag 1 – Ankunft

Sportausweis sorgt bei Olympischen und Paralympischen Winterspielen für Zugang zu den Deutschen Häusern

Nach der paralympischen Premiere in London ist der Deutsche Sportausweis während Sotschi 2014 und auch in Rio de Janeiro 2016 in beiden Deutschen Häusern vertreten. In Sotschi sorgt der Sportausweis als Partner des „Deutschen Haus Sotschi 2014“ mit dem Akkreditierungsausweis für den geregelten Zugang zu den Häusern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) in Krasnaja Poljana.

Im umgebauten Restaurant Chalet werden DOSB und DBS im Februar und März in der inoffiziellen Botschaft des deutschen Sports Athleten und Trainer sowie nationale und internationale Gäste aus Wirtschaft, Sport und Politik am zentralen Treffpunkt der deutschen Mannschaft begrüßen. Der Ausweis ist zusätzlich mit einem kontaktlosen Chip versehen und berechtigt wie gewohnt jeden Inhaber, sich über www.sportausweis.de für die Vorteile des Management-Ausweises freizuschalten.

„Dieser weitere Vertrauensbeweis unterstreicht die verlässlichen administrativen Funktionen unseres Ausweises, von denen auch deutsche Vereine im täglichen Gebrauch profitieren“, sagt André Bortz, Geschäftsführer der DSA Deutsche Sportausweis GmbH. Denn bereits heute wird der Sportausweis von vielen Vereinen für die Zugangskontrolle zu Sportstätten wie Schwimmbädern und anderen Trainingseinrichtungen benutzt.

Verantwortlich für Planung und Organisation ist die Deutsche Sport-Marketing (DSM) als offizielle Vermarktungsagentur des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

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